de | at

Gesünder leben

ratgeber standards bio versus öko

Ist ein Unterschied zwischen "bio" und "öko"?

Nein. Die Begriffe "bio" und "öko" werden synonym benutzt. Beide sind im Zusammenhang mit Lebensmitteln gleichermaßen für Produkte, die nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus erzeugt und verarbeitet werden, geschützt.

Produkte, die mit folgenden Begriffen gekennzeichnet sind, sind eindeutig Bio-Produkte:

  • biologisch oder ökologisch
  • kontrolliert biologisch bzw. ... ökologisch
  • biologischer bzw. ökologischer Landbau

Vorsicht ist geboten bei den Kennzeichnungen "integrierter Landbau", "aus kontrolliertem Vertragsanbau", "umweltschonend", "extensiv", "naturnah", "unbehandelt" oder "kontrolliert". Diese Begriffe weisen nicht auf eine Produktion oder Verarbeitung im Sinne des ökologischen Landbaus hin.

BIO-SIEGEL und EU-BIO-LOGO

Beispieletikett für die Nutzung des Bio-Siegels (links) in Verbindung mit dem EU-Bio-Logo (rechts).

Etikettierung von Biolebensmitteln ab dem 1.7.2010:
Das deutsche Bio-Siegel, das den Verbraucherinnen und Verbrauchern bestens bekannt ist, kann neben dem neuen EU-Bio-Logo weiter verwendet werden. Es genießt einen fast zehnjährigen Bekanntheits- und Vertrauensvorsprung.

Was ist ökologischer Landbau?

Der ökologische Landbau hat sich aus unterschiedlichen Weltanschauungen und agrarpolitischen Motivationen entwickelt. Gemeinsames Anliegen aller ist es, gesunde, unbelastete und schmackhafte Lebensmittel zu erzeugen, zu produzieren und dabei die natürlichen Ökosysteme zu schonen.

Der Hauptgedanke der ökologischen Landwirtschaft ist ein wirtschaften im Einklang mit der Natur. Der landwirtschaftliche Betrieb wird dabei vor allem als Organismus mit den Bestandteilen Mensch, Tier, Pflanze und Boden gesehen.

Die ökologischen Landbaumethoden streben an:

Einen möglichst geschlossenen betrieblichen Nährstoffkreislauf zu gewährleisten (Futter- und Nährstoffgrundlage soll der eigene Betrieb sein), die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und mehren und Tiere besonders artgerecht zu halten.

Folgende Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund:
Kein Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln. Anbau wenig anfälliger Sorten in geeigneten Fruchtfolgen. Einsatz von Nützlingen, mechanische Unkraut-Bekämpfungsmaßnahmen wie Hacken.
Keine Verwendung leicht löslicher mineralischer Düngemittel. Ausbringen von organisch gebundenem Stickstoff vorwiegend in Form von Mist oder Mistkompost. Gründüngung durch Stickstoff sammelnde Pflanzen (Leguminosen) und Einsatz langsam wirkender natürlicher Düngestoffe. Pflege der Bodenfruchtbarkeit durch ausgeprägte Humuswirtschaf. Abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen mit vielen Fruchtfolgegliedern und Zwischenfrüchten.
Keine Verwendung von chemisch-synthetischen Wachstumsregulatoren oder von Hormonen. Begrenzter, streng an die Fläche gebundener Viehbesatz, Fütterung der Tiere möglichst mit selbsterzeugtem Futter, wenig Zukauf von Futtermitteln.
Weitgehender Verzicht auf Antibiotika.
Ökologischer Landbau ist besonders auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Er erhält und schont die natürlichen Ressourcen in besonderem Maße und hat vielfältige positive Auswirkungen auf die Umwelt.

Quelle: http://www.bio-siegel.de Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Referat 512 - Informationsstelle Bio-Siegel Deichmanns Aue 29 53179 Bonn

Textilstandards

Neu­tral­e Tex­til­siegel und Ihre Be­deut­ung

Labels für Tex­tilien, die keine ge­sund­heits­be­denk­lichen Schad­stoff­mengen ent­halten…

Öko Bau

Was ver­steht man unter öko­logisch­em Bauen?

Hier gibt es keine star­ren Vor­gaben. Die wich­tigsten Kriterien be­ziehen sich aber auf Fak­toren wie Ressourc­en­schonung, Schad­stoff­be­lastung und Ener­gie­ver­brauch…

Nachhaltigkeit

Ein Begriff, viele Asso­zia­tion­en

Aber ein Begriff über den man sich genau in­form­ieren sollte. Exakte Defi­ni­tionen sind selten, hier finden Sie eine, be­ziehungs­weise drei von höchst kompe­tenter Stelle…