de | at

Vorausschauender leben

Öko-News und nachhaltige Trends

Hier werden Sie mehr und mehr Informationen und Tipps, aber auch Trends und Entwicklungen vorfinden, denen das Thema Nachhaltigkeit zugrunde liegt.

14. Juli 2018

Versiegelungen heizen ein – im wahrsten Sinne des Wortes

Durch den zunehmenden Versiegelungswahn (sowohl mittels Asphalt- oder Pflasterflächen als auch Ein- und Neubauten aus Beton) wird eine Überhitzung und Abstrahlwärme erzeugt, die neben dem nicht von der Hand zu weisendem Klimawandel ein zusätzliches Mikroklima verursachen, die zusehends StädterInnen das Dasein erschwert. Eine Entwicklung, die auch langsam in die ländlichen Regionen abstrahlt. Zudem ist auch vermehrt festzustellen, dass die steigende Hitze nicht nur den BewohnerInnen zu schaffen macht, sondern auch den Pflanzen, insbesondere den Bäumen.

Das Verhältnis zwischen bautechnisch hergestellten versiegelten Flächen wie Parkplätze, Straßen und Wege sowie auch Hochbauten und den als korrektiv wirkenden natürlichen Grünflächen gerät immer mehr außer Kontrolle. Während nämlich versiegelte Flächen wesentlich geringere Reflexionen für solare Strahlungen aufweisen, daher einen erhöhten Wärmetransport auf den Oberflächen bedingen, verschwinden immer mehr kühlende Grünflächen zum Ausgleich. Dies bedeutet schlichtweg, dass die bei versiegelten Flächen erzeugte Überhitzung (vor allem bei Asphalt und Beton) bis in die Nacht hinein abstrahlt, eine wirkliche Kühlung nicht mehrt stattfindet und somit nicht nur für BewohnerInnen im städtischen Raum kaum auszuhalten ist, sondern sich auch mehr und mehr auf die baulichen Einrichtungen selbst auswirkt. Die angestaute Hitze kann durchaus zu Bauschäden führen.

Die Gezeiten verschieben sich, es gibt kaum mehr Übergänge zwischen den Jahreszeiten, auf dem ganzen Globus steigen die Temperaturen langsam aber stetig an – und dennoch wird der Versiegelungswahn ungehemmt fortgesetzt. Ebenso das Jammern. Stattdessen nimmt der Mangel an Grünflächen zu, dabei ist es vor allem die Flora, die uns Menschen schützend und lebensbejahend begleitet, denn es ist der über die Photosynthese produzierte Sauerstoff, den wir Menschen zum Überleben brauchen. Und die Fauna als Naturkünstlerin kann es sogar noch besser: im Rahmen dieser Photosynthese werden nicht nur Kohlehydrate, sondern auch Wasser transformiert. Und diese Verdunstung erhöht die Luftfeuchtigkeit – ein sinnvolleres Kühlsystem gibt es nicht!!!

Mittlerweile ist es sogar erwiesen, dass die Strahlungstemperaturen im Schatten von Bäumen durchschnittlich ca. 30% geringer sind als in der Sonne. Man hat festgestellt, dass im städtischen Raum eine begrünte Fassade von ca. 850 m² etwa 75 Klimageräte ersetzt. Hinsichtlich der Kühlleistung – und die begrünte Fassade braucht keinen Strom! Begrünte Fassaden – oder neu-deutsch: vertikale Gärten – lindern aber nicht nur die Hitze, sondern tragen zur Reduktion von CO²-Emissionen um bis zu 75%.

Auch Dachbegrünungen tragen zum Klimaschutz und zur Kühlung bei, kompensieren sowohl Straßenstaub als auch Lärm und als grüne entsiegelte Fläche wird keine Abstrahlwärme erzeugt. A propos Lärm: Inzwischen ist es auch erwiesen, das vertikal wachsende Pflanzen einige Dezibel des Lärmpegels regelrecht schlucken; ein vor allem für Städte und deren BewohnerInnen nicht uninteressantes Argument.

Angesichts der Tatsache, dass dieses Thema in einigen Städten der Welt eine besorgniserregende Dimension erreicht hat, ohne städtisches Grün auch in Nicht-Wüsten ein Wüstenklima herrscht, stellt sich schon die Frage, warum nicht dagegen gesteuert wird. Zumal ca. 10 m² Dachbegrünung noch immer billiger sind als ein Auto, zudem keine Schadstoffe produzieren und dem Menschen zum Atmen verhelfen – ein Auto kann dies nicht, soweit ich weiss.

Letztendlich lindern Grünflächen, ob horizontal oder vertikal, die Lärmbelästigung in urbanen Räumen, wirken als botanisches Kühlsystem und schlucken sogar Feinstaub. Um einen regelrechten Kollaps zu verhindern, heisst es, zügig zu handeln, zumal „Grün“ auch immer ein Wohlgefühl schafft. Wobei unter zügig Handeln nicht alleine die Begrünung als solches zu verstehen ist, sondern auch die Form der Begrünung, konkret die Sortenwahl bei Pflanzen. Der offensivere Austausch mit „Pflanzenkennern“, also den Baumschulen, gehört vorangetrieben; in Stadt- und Raumentwicklungskonzepten werden noch immer Begrünungsmaßnahmen, die Vegetationstechnik, nur marginal einbezogen – dies ist zu ändern, zumal bisher gängige und bekannte Pflanzen (Bsp. Spitzahorn, Weiden, auch Linden u.ä.) mehr und mehr von hitzeresistenten und windverträglichen Pflanzen wie Gleditsien, Zürgelbäumen u.a. verdrängt werden. Auch außerhalb der Metropolen ändert sich die Vegetation, die ich als fortschreitende Versteppung wahrnehme.

Dieser Wandel ist nicht zu verdammen, sondern anzunehmen, zumal er auch Chancen birgt, nicht nur Katastrophen.

Beitrag von Markus Meyer (Mag. Dipl.-Ing.)
A – 2340 Mödling

20. August 2015

Ökologische Weltneuheit- Messe- und Eventarchitektur System aus B1 schwerentflammbarer Wellpappe – „Paper Box – Exhibition & Display System

Für die französische Firma Procedes Chenel International -Architectures de Papier- hat das Designbüro spek DESIGN „Paper Box“ entwickelt. Die Basis für Paper Box war ein langer Entwicklungskampf für eine ökologische, schwerentflammbare und voll recyclingfähige Wellpappe. Früher ging das nur mit heftiger Chemie-Keule bzw. mit ammoniakhaltigen Salzen welche nach Katzenpisse gestunken haben und die Papierrecyclingfähigkeit zerstört haben.

Für das Temporäre Bauen im Event- und Messebereich ist dieses intelligente Material genial und jetzt voll messetauglich bzw. B1 + M1 zertifiziert. (Event- und Messe-Architektur, Pop-up shops, Ausstellungen, Rauminstallationen, Displays)

Im Oktober wird spek DESIGN dafür mit den Designpreis FOCUS Open in GOLD ausgezeichnet. Für den Nachhaltigkeitsaspekt des Produkt wurde ihnen auch schon der Green Produkt Award 2015 verliehen. Beim Bundespreis eco Design ist spek DESIGN ebenfalls bei der finalen Jurierung dabei.

Ausgezeichnet: die ökologische, schwerentflammbare und voll recyclingfähige Wellpappe

Ausfürliche Infos als PDF…

28. Juli 2015

Der Griff zur korrekten Verpackung

Das Tool der AöL hilft Firmen aus dem In- und Ausland bei der Wahl des Materials

Das von der Assoziation ökologischer Lebens-mittelhersteller (AöL e.V.) entwickelte Tool zur Verwendung von Bio-Kunststoffen in der Lebensmittelbranche ist nun mit all seinen Kombinations- und Abfrage­möglichkeiten in deutscher und englischer Sprache installiert. Damit steht gerade kleineren und mittleren Lebensmittelherstellern aus dem In- und Ausland ein In-strument zur Verfügung, um aus der Fülle der Rohstoffe und Materialien die geeignete Bio-basierte Lösung herauszufiltern.

Ausfürliche Infos als PDF…

06. November 2013

Erste Ferienwohnungen Deutschlands mit EU-Umweltlabel

Die Ferienwohnungen des Nichraucherhauses Öhrlein wurden als erste mit der mit der „Umweltblume“, dem europäischen Umweltzeichen, zertifiziert.
Damit wurde diese höchste ökologische Auszeichnung der EU erstmals an Ferienwohnungen in Deutschland vergeben.

FeWos Öhrlein wurde mit dem europäischen Umweltzeichen zertifiziert

Erfahren Sie mehr…

14. März 2012

Flexitarier, was´n das?

Nein, das sind nicht die mit den Gummigelenken!

Als Flexitarier darf sich bezeichnen wer an mindestens drei Tagen in der Woche seine Fleischeslust unterdrückt. – Etwas schwammig diese Definition! Was wenn ein ganz Schlauer an den drei Tagen doppelt soviel Fleisch isst weil er einfach dazu gehören will? Wer legt solchen Leuten das Handwerk? Aber keine Sorge, im normierungswütigen Deutschland werden sich da sicherlich bald strengere Richtlinien, ja, vielleicht sogar mit Unterstützung aus Brüssel finden. Dazu die üblichen Vereine (wir sind Weltmeister im Vereinsgründen) – samt adäquatem Outfit und relevanter Homepage. Schließlich verspricht die Bezeichnung "Flexitarier" zumindest vorübergehend ein cooles Image, und das ohne dass sich bei vielen etwas ändern muss. Die waren schon immer Flexitarier und haben es gar nicht gemerkt. Der Vegetarierbund freut sich jedenfalls bereits über angeblich 42 Millionen deutsche Flexitarier. Wobei die meisten wahrscheinlich gar nicht wissen wie trendy sie sind. So wie es halt Vegetarier geben soll, die behaupten sie vertragen Gemüse erst wenn es ein Tier gegessen hat und essen deshalb lieber das Tier!

Scherz beiseite: Mittlerweile dürfte wohl jeder mitbekommen haben, dass das A und O für Fitness und Gesundheit eine ausgewogene Ernährung ist. Ob jetzt McDonald einen Gemüseburger anbietet oder an der freien Universität Berlin die erste vegetarische Mensa eröffnet hat. Jeder Schritt in eine umweltfreundlichere nachhaltigere und nicht zuletzt gesündere Lebensweise ist allemal begrüßenswert. Einfach mal tun ohne großes Trara. Das zieht nur Daumen nach oben streckende Mitläufer ohne Überzeugung an, die beim nächsten Trend blitzschnell ihre Position wechseln.
Mahlzeit!

24. Februar 2012

München fördert: BIO FÜR KINDER

Tollwood und das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München sind mit ihrem Projekt "Bio für Kinder" erfolgreich wie noch nie. Nun startet die zweite Phase. Sie richtet sich an alle Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen die auf Bio-Kost umstellen möchten. Vor dem Hintergrund des Münchner Stadtratsbeschlusses vom November 2011, den Bio-Wareneinsatz an vorgenannten Einrichtungen um 50 Prozent zu erhöhen, will man nun dazu auch kräftig Hilfestellung leisten.

So kann man sich ab sofort einen Bio-Experten in Haus holen, der eine eventuelle Umstellung oder den diesbezügliche Erweiterung fachmännisch begleitet. Er berät individuell und praxisbezogen und vermittelt wertvolle Tipps für eine ökologische, gesunde und finanziell machbare Ernährung in Kindergarten und Schule. Ein Großteil der Kosten dieses Coaching übernimmt die Aktion "Bio Für Kinder" die für ihren beispielhaften Einsatz bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurden.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen sind im Internet unter – www.bio-fuer-kinder.de – erhältlich. Interessenten richten ihre Bewerbungsunterlagen bitte an: Tollwood, Stichwort: "Bio für Kinder" -Mentorennetzwerk, Waisenhausstr. 20, Nordflügel, 80637 München, oder per E-Mail an: umwelt@tollwood.de

Presseinformation vom 23. Februar 2012
Referat für Gesundheit und Umwelt, Landeshauptstadt München

10. August 2011

Very Charming! –Urban Farming–

Ein interessanter Trend, ausgehend von den Mega-Metropolen dieser Welt findet immer mehr Liebhaber. Was wie ein Widerspruch in sich klingt trägt hier willkommene Früchte. Stadt und Land sozusagen vereint. Hippe Anzugmenschen entdecken ihren Appetit auf Selbstangebautes. Berlin, Tokio, Los Angeles egal der Hunger auf junges frisches Gemüse und Obst kennt keine Grenzen. Die Ursprünge sind hier wohl in der oft als spießig bezeichneten deutschen Schrebergartenkultur zu finden. Jedem sein Fleckchen Grün –und wenn es auf dem Dach eines Büro- oder Wohngebäudes ist.

Besonders heftig findet diese neue Form der Selbstversorgung naturgemäß in von Wirtschaftskrise gebeutelten ehemaligen Boomstädten wie zum Beispiel Detroit statt. Neben dem Nutzen der kostengünstigen Nahrungsversorgung findet hier aber auch der Effekt der Rückbesinnung auf Bodenständigkeit und Erdhaftes statt. Des weiteren entstehen hier immer mehr kleine grüne "Lungen" die durchaus ihre positive Wirkung auf das Stadtklima haben können.

04. Oktober 2010

60.000 Bio-Siegel – Trend steigend

Seit etwa neun Jahren existiert das sechseckige Bio-Siegel und der Boom ist ungebrochen. Im September wurde das sechzigtausendste Bio-Siegel für "Frischland Bio-Bauernschüblinge" der Firma Okle GmbH aus Singen (Baden-Würtenberg) registriert.
Laut einer Umfrage aus dem Jahre 2008 der Nürnberger Marktforscher "Konzept & Analyse" ist das Bio-Siegel unter den Deutschen mit 87% Bekanntheitsgrad einsame Spitze. Und es werden immer mehr. – Darauf Brief und Siegel!

Das Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung

20. September 2010

Landshuts erste Bio-Bäckerei besteht seit über 20 Jahren

Anfangs milde belächelt, mittlerweile oft imitiert. Als 1989 die erste Bio-Bäckerei in Landshut eröffnete waren sich viele einig: Netter Versuch, aber lange hält sich so etwas nicht. Nunmehr werden in mehreren Filialen reine Bioprodukte (und nur die) verkauft. Dazu ist vom Kaffee über Limonade bis zu kleinen Snacks eine ganze Menge im Angebot.

14. September 2010

Nachhaltige Investments

Das Angebot wächst und ist sicher nicht leicht zu überblicken. Wie wäre es mit Geothermie-, Solar-, oder Windfonds. Auch ökologische Holzwirtschaft käme in Frage?

Jedes Investment beinhaltet Risiko und ein ökologisches Investment macht da keine Ausnahme. Machen Sie sich schlau, vergleichen Sie die Angebote, fallen Sie nicht auf Mogelpackungen herein, es sollte nicht in erster Linie Ihr Berater daran verdienen.

Nachhaltigkeit

Ein Begriff, viele Asso­zia­tion­en

Aber ein Begriff über den man sich genau in­form­ieren sollte. Exakte Defi­ni­tionen sind selten, hier finden Sie eine, be­ziehungs­weise drei von höchst kompe­tenter Stelle…

Tipp -
Gemein­schaft

Sie haben auch einen in­teres­santen, nach­haltigen Tipp für Organic­Style?